Pfingstkongress 2024

VOM ICH ZUM WIR

10. - 20. Mai 2024

Peter Reichl

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Universität ist für den widerständigen Professor ein Ort der interdisziplinären Auseinandersetzung mit den großen Zusammenhängen - so versammelt er an seinem Institut für Informatik in einem "Gesprächsraum" eine Menge "sehr intelligenter Leute", die "sich gemeinsam beschäftigen mit Dingen, die faszinierend sind, die Licht- und Schattenseiten haben, und die man gemeinsam verstehen möchte und dann gemeinsam etwas daraus bauen möchte, das die Welt zu einem besseren Platz macht. Und das geht auch nur im Gespräch." Hochschule als "Diskursraum des ICH und DU" (Martin Buber), nicht als "Wissenstransferinstitution oder gar Institut, das am Schluss einer Ausbildung Diplomstempel ausgibt". "Informatiker sind sehr viel kritischer, als man das in der Öffentlichkeit transportiert." Dementsprechend kritisch sieht er den Hype um die Künstliche Intelligenz (KI), die für ihn keine Intelligenz ist, oder die hochgelobte "Digitalsierung" und "Virtual Reality", die uns den Boden unter den Füßen verlieren lässt. So bevorzugt er denn auch ein analoges Gespräch in seinem Büro und kein Zoom-Interview. Herzerfrischend, humorvoll und zugleich höchst kritisch ... - ebenso wie sein Buch:

Peter Reichl

Homo Cyber
Peter Reichl
Der studierte Mathematiker, Physiker, Informatiker und Philosoph lehrt und forscht an der Fakultät der Informatik an der Uni Wien: vom Internet bis zum Quantencomputing. "Der digitale Wandel ist von Menschen gemacht", plädiert er für eine neue Verantwortung der Informatiker.
www.univie.ac.at

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3 Kommentare

  • Peter Bomba

    Ecce Homo. Mit und in Demut habe ich dieses Ich-Du- Gepräch in der Tiefe meines Mensch-Seins aufgenommen. Welch´ profunde Ein- und Ausblicke mit Geist, Emotion und Seelenbefindlichkeit. Eine (weitere) Stern”stunde” des Pfingstkongresses. Danke Peter und Egbert.

  • Gabriele Wentzlik

    Dieses Interview anzuhören hat mir richtig Spaß gemacht. Ich bin keine mathematisch denkende Frau, ich kann das einfach nicht. Aber es war wirklich interessant zu versuchen mitzudenken. In einem Punkt allerdings würde ich gerne etwas vorsichtig sein, nämlich was die künstliche Intelligenz betrifft. Was denkerisch einfach fluffig wird, scheint in der Anwendung, die sie offenbar im militärischen Bereich findet, nicht ganz so einfach zu sein.
    Vielen Dank für diesen anregenden Kongress!

    • eoelz

      Liebe Gabriele,
      genau das und noch viel mehr ist die Kernaussage des Buches und des Interviews: wir haben die Entwicklung nicht im Griff, es ist keine “Intelligenz”, es braucht menschliche Entscheidungen, es braucht einen hypokratischen Eid, dass nichts entwickelt wird, was Menschen schadet. Dies gilt umso mehr im militärischen Bereich. Gleichzeitig wird klar, dass – ähnlich wie bei Kernwaffen – sich Waffenlieferanten und (jedenfalls autoritäre) Regierungen nicht beschränken werden, zu entwickeln, was denkbar und möglich ist. D.h. wir müssen gewappnet sein, ähnlich wie wir es heute an der Front Russland-Ukraine erleben, uns auch schützen und verteidigen zu können … Die wichtigste Verteidigung bleibt aber ein kritischer und zugleich liebevoller Geist.

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